Sauberer Abgang - Pressestimmen (zurück)

    "Der Autorin (...) ist mit dem neuen Titel nicht nur eine soghafte Story gelungen, sondern auch ein Stück sozialkritischer Geschichte der jüngeren Vergangenheit sowie die berührende Schilderung einer Vater-Sohn-Beziehung." "In einer sehr gelungenen Mosaiktechnik läßt die Autorin ihre Figuren mit der individuellen Biografie jonglieren und führt sie glaubwürdig zu einem Plot zusammen, der das ganz normale, das extrem dramatische, das hundsgemeine, in Teilen lächerliche, in Teilen anrührende Existentielle auf den Punkt bringt." "Fazit: Anrührend, spannend und auf eine undogmatische Art weise zu nennen. Eine als Krimi codierte Geschichte über in die Jahre gekommene Revoluzzer, Lebenslügen und das Verzeihen."
Syliva Treudl, in: Buchkultur, Juni/Juli 2006    

  "... was auch bedeutet, daß "Sauberer Abgang" einen mordsraffinierten und zugleich lebensechten Handlungsstrang aufweist. Tatsächlicher Held des Romans ist Frankfurt... "Sauberer Abgang"  besticht durch seine atmosphärische Dichte: Nicht die üblichen Klischees über die amerikanischste aller  deutschen Großstädte bestimmen das Bild, eher sind es die liebevoll-schnoddrigenZeichnungen der Milieus und ihrer Bewohner. Von denen haben etliche Dreck am Stecken, und die daran vollzogenen Reinigungen unterscheiden sich vom Großteil der bundesdeutschen Krimiliteratur durch die zugrunde gelegte Recherche-Arbeit und nicht überbordende Autoren-Fantasie."
Stefan Reis. Main-Echo, 10./11. Juni 2006

 "Krimis müssen nicht spannend sein, um anzukommen. Wichtig ist die Figur des Ermittlers, sind die Geschichten drum herum, die Atmosphäre und der Erzählton. Der eigentliche Plot und vor allem die Auflösung des Falls spielen oft keine große Rolle, wie der Erfolg Donna Leons zeigt. Auch Anne Chaplets Krimis leben von den kleinen Geschichten nebenbei, vom Zeitkolorit und ihrem Gespür für die einfachen, banalen Dinge des Alltags." Heide Soltau, NDR-Info, 6. 7. 2006

"Die fiesesten Morde sind aus Schuld und Erpressung gestrickt. So auch der plötzliche Tod des Geschäftsführers Saitz, der von der Putzfrau leblos in seinem Büro gefunden wird. Was zunächst wie ein simples Herzversagen aussieht, mit dem sich Staatsanwältin Karen Stark gar nicht erst auseinander setzt, löst unter Saitz Jugendfreuden Unruhe aus. Besonders, als ein weiterer Kumpel aus der ehemaligen Clique einen ganz und gar nicht sauberen Abgang hinlegt. Anne Chaplet schreibt, wie sie es am Besten kann: in einem trockenen, fast unbeteiligten Stil, sehr verkopft, ja fast gewollt konstruiert. Dass sie damit zunächst keine großen Emotionen beim Leser auslöst, scheint beabsichtigt. Um so hinterhältiger wirkt das Geschehen in der Nachbetrachtung."
Kulturnews, Juni(bl)

"Es macht Spaß, die zunehmende Professionalisierung der Anne Chaplet beim Verfertigen kunstvoller Kriminalromane zu beobachten. Es macht Spaß, sich von ihr auf angenehm mittel-hoch-deutschem Niveau unterhalten zu lassen. Sie schreibt lässig und intelligent, lakonisch, ironisch und erotisch." "Eindeutig wird Anne Chaplet von Roman zu Roman eleganter und allein schon deshalb lohnt sich die Lektüre ihrer Bücher zu gepflegter Entspannung."
Renée Zucker, Inforadio RBB, 7. Mai 2006

"Ein spannungsgeladener, dicht erzählter Kriminalroman... Für alle Menschen, die spannende, gut geschriebene Kriminalromane mögen."
Heidrun Poel, Vohburger Buchhandlung, im Pfaffenburger Stadtmagazin

"Diesmal läßt Anne Chaplet ihren Krimi nicht in der hessischen Provinz spielen, sondern vor der Skyline von Frankfurt und würzt die kunstvoll konstruierte Handlung mit kleinen Seitenhieben auf arrivierte Besserdiener in Mainhattan, die von ihrer Revoluzzerzeit nichts mehr wissen wollen."
Stadtanzeiger Neustadt an der Weinstraße

"Daß Anne Chaplet Krimis schreiben kann, ist bekannt. Neu sind an ihrem siebten vor allem die klischeefreien Milieuschilderungen. Egal, ob sie das Gebaren in Managerbüros oder die Arbeitsbedingungen einer Putzkolonne schildert: Sie kommt immer auf den Punkt. Und spannend ist das sowieso."
Glamour 10/2006 vom 25. 4. 2006

"Daß man Chaplets Roman dennoch gerne liest, verdankt sich dem souveränen Umgang der Autorin mit ihrem Stoff. Geschickt und spannungsfördernd setzt sie die Figurenperspektive zur Strukturierung der erzählten Handlung ein, ohne dabei den Faden zu verlieren. Das ist gelungenes Krimi-Handwerk. Für den literarischen Mehrwert allerdings sorgt die Nebenhandlung. Die Geschichte der unfreiwilligen Wohngemeinschaft, die einer der Protagonisten mit seinem alten Vater eingeht, ist komisch und anrührend zugleich."
Joachim Feldmann, Am Erker Nr. 51, Mai 2006

"... wer so wunderbares Viehzeug in seinen Romankosmos einführt wie Wotan und Zeus, den darf man ruhig loben.."
Walter Delabar, in: www.literaturkritik.de v. 21. April 2006

"Aber auch wenn der Roman als Krimi nicht recht funktioniert, lesen sich die Geschichten aus der Frankfurter Szene doch mit Genuß."
Florian Rötzer, Telepolis, 21. April 2006

"Krimipreisträgerin Anne Chaplet folgt den Spuren einer diffizilen wie furchtbaren Liebe. Hoch spannend!"
Focus 15/2006

"Seit 'Caruso singt nicht mehr', ihrem fast genial zu nennenden Erstling, produziert sie Schlag auf Schlag Krimis der gehobenen Güteklasse. ‚Sauberer Abgang' gehört wieder dazu..."
Wetterauer Zeitung, 8. April 2006

"Ein bißchen Hoppla ist auch die Auflösung dieses Krimis, ohnehin sind raffinierte Handlungen nicht die Stärke Chaplets. Dafür eine vielschichtige Figurenzeichnung und ein feines Auge fürs Detail, für die kleinen Dinge: die Zwischentöne menschlicher Beziehungen und die Feinzeichnung der Bühnenbilder, in denen sich diese abspielen. (...) Man muß die Schauplätze von "SaubererAbgang" (...) natürlich nicht aus eigener Anschauung kennen. Doch macht das Buch Lust auf einen kleinen Frankfurt-Rundgang auf seinen Spuren."
Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau, 7. April 2006

"Die Verbindung von Krimi und Zeitgeschehen: ein Kennzeichen der Chaplet-Romane. Aber hier auf dem Bauernmarkt an Frankfurts Konstabler Wache wird noch etwas anderes deutlich: diese Autorin will zeigen, wie sie in dieser Stadt lebt und gelebt hat. Das Buch ist eine Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte: zwischen Häuserkampf und Savoir Vivre, zwischen Verbrechen und Bankentürmen (...). Eine Liebeserklärung ist Anne Chaplets Roman tatsächlich geworden - ein spannender Krimi zugleich. Eine mörderische Liebesgeschichte und ein Panorama der Frankfurter Gesellschaft. Anne Chaplet schreibt keine Actionthriller.'Sauberer Abgang' ist ein Roman im Stil englischer Crime Ladies. Nur daß die Geheimnisse an den Ufern des Mains gelüftet werden."
Burghard Schlicht, Hauptsache Kultur, Hessisches Fernsehen, 4. April 2006

"’Sauberer Abgang’ ist ein Frankfurter Krimi, geschrieben von einer Ex-Frankfurterin und Ex-JOUNAL-Autorin. Viele werden sich in den belebten Straßen und zwielichtigen Vierteln wiederfinden; Chaplet erfüllt sie mit frischen Geschichten. Noch wichtiger ist, daß die unheimlich spannend sind, von Kapitel zu Kapitel Fahrt aufnehmen, sich verdichten. Die wichtigsten Akteure lernt man kennen und verstehen, kann gleichzeitig erleichtert und untröstlich sein, wenn sie ihre Konflikte austragen. (...) Spannung zur Entspannung – nicht nur für Frankfurter empfehlenswert."
Michael Schlachter, Journal Frankfurt, 24. März

"Ausführlicher als die Morde, denen Bastian nachspürt, wird das schwierige Zusammenleben von Vater und Sohn erzählt. Meisterlich beobachtet Anne Chaplet das Aufeinandertreffen von zwei Lebenswelten..."
Bunte, 16. 3. 2006

„Autorin Chaplet erzählt mit viel Menschenkenntnis und großem Gespür für die Abgründe hinter bürgerlichen Fassaden von verlorenen Idealen, Freundschaft und Verrat.“
Der Spiegel 11/2006

„Anne Chaplet präsentiert starke Figuren in ihrem neuen Roman. Sie sind intelligent und haben ein interessantes Eigenleben. Wenn Will Bastian nachdenkt über die Liebe und sich einzuleben versucht bei seinem sympathischen alten Vater (...) dann ist das ebenso lesenswert wie der Blick in die Welt der Putzfrau Dalia Sonnenschein. Anne Chaplet schreibt sprachlich gekonnt, pointiert und bisweilen hintergründig witzig. Allerdings ist die Auflösung ihrer Geschichte ein bißchen enttäuschend. (...) Dennoch lohnt die Lektüre – vor allem wegen der spannenden Lebensgeschichten (...) und den erhellenden Einblicken in die Welt der Büromenschen, eine Welt, in der so viele leben, die in Romanen aber dennoch selten thematisiert wird.“
Barbara Dobrick, Literaturzeit im Nordwestradio, 12. März

Sauberer Abgang ist „wieder eine gelungene Milieustudie. Chaplets intensiver Blick dringt tief ins Private; dorthin, wo niemand mit der allzeit bereiten Katastrophe rechnet. Der Blick fällt auf Menschen, die leicht übersehen werden. Alte wie der 82-jährige Vater von Will, zu dem er eine sentimentale Liebe hegt, die er sich selbst lange nicht erklären kann. Allein wegen dieser feinfühligen Nebengeschichte ist der Roman lesenswert.“
Frauke Wolter, Badische Zeitung, 8. März 2006

„...der Krimi als spannungsgeladene Studie menschlicher Sehnsüchte, Leidenschaften und Ängste.“
Chrismon, 3/06

„Sie gilt als Kriminalschriftstellerin, aber es sind keine Krimis, die Anne Chaplet schreibt, sondern Gesellschaftsromane, Zeit-Geschichten.“ „Was am meisten beeindruckt an einem guten Roman wie eben auch an dieser fatalen Liebesgeschichte, sind die Situationsbeschreibungen. Chaplet zeichnet in wenigen Zeilen Momente, Personen, sodaß sie die Leserinnen und Leser sehen, schmecken, fühlen können.“
„Aber wie Chaplet da die innenpolitischen Verwerfungen Revue passieren läßt, wie sie die Geschichte und Geschichten des Älterwerdens, des Alterns (...) erzählt, wie sie neben dem Mordkomplott den Methusalem-Komplex literarisiert, das macht Anne Chaplet so schnell keiner nach.“
Reinhard Hübsch, SWR 2 Journal, 6. März 2006

„Schade, daß ‘Sauberer Abgang’ nur 288 Seiten lang ist...“
Frankfurter Neue Presse, 6. März 2006

„’Sauberer Abgang’ (...) hat das Zeug dazu, Furore zu machen.“
Martin Gaiser, Radio freeFM, Ulm, 3. 3. 2006

„Anne Chaplet (...) ist mittlerweile aus der Reihe engagierter deutscher Krimiserien nicht mehr wegzudenken. Man muß ihre bislang erschienenen fünf Romane (...) in einer Reihe mit den Büchern Ulrich Ritzels, Jacques Berndorfs oder (...) Hansjörg Schneiders nennen. Anne Chaplet schreibt engagiert und witzig, sie nutzt den Kriminalroman, um gesellschaftliche Zustände zu beschreiben, ohne missionarisch zu werden wie etwa Hennung Mankell (...).“
„Und es werden Menschen beschrieben, (die) allesamt nicht altklug und besserwisserisch (sind). (Sie sind) sympathisch, laden ein zur Identifikation und zur vorsichtigen, entspannten Mitsuche nach einem Lebenssinn in diesen Zeiten.“
„Wie Anne Chaplet die Wiederannäherung von Will an seinen alten, kranken und dann sterbenden Vater beschreibt, seine Gefühle ihm gegenüber, den er doch jahrzehntelang als Betonkopf bekämpft und verachtet hatte, ist eines der sensibelsten Stücke von Literatur, die der Rezensent in den letzten Jahren in einem Kriminalroman gelesen hat.“
Winfried Stanzick, www.sandammeer.at, 3. März 2006

„Der Titel ‚Sauberer Abgang’ gefällt mir. Er bringt es auf den Punkt, ist treffend. Genau wie die Sprache im ganzen Buch, sie ist gängig, fließend, gut lesbar. (...) Die Ortsbeschreibungen sind (...) bidlreich und treffend. Auch der gezielt und sparsam eingesetzte Humor sagte mir zu.“ „Sensationell, überraschend, einfallsreich, das sind alles Attribute, die auf ‚Sauberer Abgang’ nicht zutreffen. Eingängig, unterhaltsam, gut geschrieben dafür auf jeden Fall. Ein Buch, das man gut auf einen Rutsch lesen kann.“
www.krimi-couch.de, 3. März 2006


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